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Schwetzingen lässt es summen!

Mit der Schwetzinger Samenmischung die Artenvielfalt der heimischen Insektenwelt fördern

Löwenzahn, Disteln, Klee oder eine bunte, nicht gemähte Blumenwiese: Was für die meisten Hobbygärtner Unkraut oder Unordnung ist, das ist für die Bienen ein reich gefülltes Buffet. Je artenreicher die Wiese oder das Beet ist, desto mehr finden hier Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten ihr Paradies.

Bienen sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht

Dabei liefert die Biene nicht nur Honig. Experten schätzen, dass etwa ein Drittel unserer Nahrungsgewinnung von Bienen abhängt. Denn Bienen bestäuben die Pflanzen, wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen. So helfen sie dabei, den Fortbestand von weltweit etwa 90 Prozent der Pflanzenarten zu sichern.

Vor allem die Wildbiene benötigt unseren Schutz und Hilfe

Viele denken bei der Biene jedoch nur an die Honigbiene. Dabei ist es gerade die Wildbiene, die unseren Schutz braucht. Während nämlich die Honigbienen gemeinsam in Honigstöcken von Imkern versorgt werden, finden viele Wildbienen nicht mehr ausreichend Nahrung und Nistplätze in ihrem natürlichen Lebensraum. So sind viele Wildbienenarten inzwischen vom Aussterben bedroht. Dabei können durchaus auch die Städte einen attraktiven Lebensraum für die (Wild-)Bienen bieten. „Wir wollen Schwetzingen nahrungsreich und damit lebenswert für die Bienen gestalten“, erläutert Oberbürgermeister Dr. René Pöltl sein Ansinnen. „Unsere Stadtgärtner haben in den vergangenen Jahren bereits einige Flächen ‚bienenfreundlich‘ gestaltet. Etwa entlang der Carl-Theodor-Brücke, am und im Friedhof, am Jahnplatz und bei der Nordstadtschule. Jetzt ist es an den Schwetzinger Bürger/innen mitzuhelfen, dass noch viel mehr solcher Flächen in unserer Stadt entstehen können!“

Mit der Schwetzinger Samenmischung ganz einfach etwas für die Artenvielfalt tun

Die gute Nachricht ist, dass wirklich jeder mitmachen kann: Wer einen eigenen Garten hat, sollte z.B. auf den Einsatz von Pestiziden komplett verzichten. In Bezug auf die Gestaltung des Gartens gilt eine einfache Grundregel: Die Bepflanzung sollte möglichst vielfältig sein. Und genau hier kommt die Schwetzinger Samenmischung blau-weiß ins Spiel. In ihr befinden sich 26 verschiedene Duft- und Gewürzkräuter, die speziell auf die Bedürfnisse und den Geschmack von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen, Faltern und Käfern zugeschnitten sind und eine Nektar und Pollen spendende Nahrungsquelle bieten. Die Kräutersamen sind mehrjährig. Das bedeutet, dass sie bei richtiger Pflege zwischen 5 und 10 Jahre jedes Jahr von neuem austreiben. Durch ein spätes Mähen fördert man zudem die Selbstaussaat. „Dadurch erhalten wir mittel- bis langfristig die Artenvielfalt in Schwetzingen“, freut sich der Leiter der Stadtgärtnerei Bernd Kolb. Die Aussaat ist denkbar einfach: entweder in ein Beet, in Blumentöpfe oder den Balkonkästen einsäen. Die Pflanzerde sollte unkrautfrei und feinkrümelig sein. Dann regelmäßig gießen und das Wachstum der Pflanzen beobachten.

Bei Aussaat und Pflege ist folgendes zu beachten:

Die Aussaat der mehrjährigen Mischung erfolgt am besten von August bis November oder von April bis Juni in unkrautfreie Saatbeete oder auch in Blumenkästen und Pflanzkübel. Wenn die Erde bzw. der Boden vor der Aussaat leicht perforiert (durchlöchert) und angewalzt wird, garantiert dies einen optimalen Bodenschluss und das Saatgut kann in den Vertiefungen perfekt keimen.
Den besten Erfolg bringt eine Aussaat im Spätsommer ( August – September). Frisch gekeimte Pflänzchen sind sehr empfindlich gegen Trockenheit, daher sollte nach dem Einsähen regelmäßig gewässert werden. Einmal pro Jahr mähen fördert das Aussamen und stabilisiert so den Bestand, darüber hinaus schont es Schmetterlingsraupen und andere Insekten. Sinnvoll ist es, die Fläche nicht auf einmal zu Mähen sondern in Etappen. Fällt sehr viel Schnittgut an, sollte das entfernt werden um Fäulnis zu vermeiden. Ein Mähen im Spätherbst ist die beste Variante.
 

Schwetzingen lässt es summen!

Die Stadt hat eine Bienen- und Insektenfreundliche Samenmischung über die Schwetzinger Woche an alle Haushalte verteilt. Die Stadt möchte damit die Artenvielfalt fördern.