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Nach rund 16 Monaten Bauzeit: Großbaustelle Karlsruher Straße ist beendet

Seit 23. Juni kann der Verkehr wieder ungehindert vom Schlossplatz Richtung Bismarckplatz fließen / Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer nach dem Umbau erheblich verbessert

Sie durchtrennten gemeinsam das Absperrband und gaben damit die symbolische Verkehrsfreigabe: (von links) Die Geschäftsführerin der Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG Martina Braun, Stadtrat Haydar Sahin, Stadtrat Josef Walch, Stadträtin Elfriede Fackel-Kretz-Keller, Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, Mark Töllner und Armin Keller von der Baufirma Wolff & Müller, Stadtrat Harald Fischer, Bauamtsleiter Joachim Aurisch, Stadtrat Werner Zieger, Adolf Eiling von Eiling Ingenieure GmbH Heidelberg sowie Michael Grumann von BIT Karlsruhe.

Es ist vollbracht! Die Großbaustelle zur Sanierung der Karlsruher Straße wurde am 22. Juni – und damit gute zweieinhalb Monate vor dem ursprünglich angedachten Zeitplan - beendet. Ab dem 23. Juni heißt es wieder freie Fahrt vom Schlossplatz aus bis zur Einmündung in die Zähringerstraße. Damit geht ein Aufatmen bei vielen Schwetzinger/innen einher, da so ein innerstädtisches Nadelöhr, das viele Autofahrer und auch die Busse zu Ausweichrouten zwang, wieder befahrbar ist. 

Grundlage der Neugestaltung bildete eine Machbarkeitsstudie / Umfangreiche Information und Kommunikation mit den Betroffenen im Vorfeld der Baumaßnahme

Bevor es am 2. März 2020 mit der Baustelle losging, gab es Einiges an Vorarbeit zu leisten. Grundlage der Planungen war die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2017. Darin wurde zunächst die mögliche künftige Verkehrsführung untersucht. Der Studie folgten Bürgerinformationstermine, aus dem der zusätzliche Wunsch nach einem Fahrradweg vom Bismarckplatz zum Schlossplatz resultierte.
„Die Stadt stand schon frühzeitig in engem Austausch mit den Gastronomen, Hoteliers, Gewerbetreibenden und Anwohner/innen der Karlsruher Straße, um über die Planungen zu informieren und im Dialog mit den Betroffenen die Auswirkungen der Baustelle so gering wie möglich zu halten“, erklärt Bauamtsleiter Joachim Aurisch. Das war auch ein Grund, warum das städtische Bauamt bewusst auf eine Sanierung in insgesamt sechs Teilabschnitten setzten. Das erzeugte zwar Mehrkosten und verlängerte die Baumaßnahme insgesamt, verhinderte aber eine anderthalbjährige Komplettsperrung der Straße und reduzierte so für die Anlieger/innen und Anwohner/innen während der gesamten Bauzeit die Belastungen. „Vor allem die Zufahrt zur Schlossgarage dauerhaft aufrecht zu erhalten war ein logistischer Kraftakt für die Planer und die ausführende Baufirma“, schildert Aurisch nur einen Teilaspekt des komplexen Abstimmungsprozesses auf der Baustelle. 
Kurz vor Beginn der Baumaßnahmen wurden die Anlieger/innen noch einmal umfassend zu den einzelnen Bauphasen, zum Umleitungsverkehr, zu den Busumleitungen, zur Müllabholung, zu den Ausweichparkplätzen und zur Zufahrtsmöglichkeit der Grundstücke informiert. Um eventuelle Schäden durch die Baustelle zu dokumentieren, wurde zudem vor Baubeginn ein Beweissicherungsverfahren an den Gebäuden in der Straße durchgeführt.

Die Straße erhielt durch die Neugestaltung eine ganz andere Aufenthaltsqualität

„Ein ambitioniertes Ziel der Sanierung war es, die Wohn- und Aufenthaltsqualität der innerstädtischen Durchgangsstraße zu verbessern. Das wird wesentlich durch die dauerhafte Reduzierung der dort erlaubten Geschwindigkeit auf Tempo 20 erreicht. Das verringert sowohl den Straßenlärm als auch die Schadstoffbelastung“, freut sich Oberbürgermeister Dr. René Pöltl. Auch die gewünschte Fahrradverbindung in beide Fahrtrichtungen sowie der breite kombinierte Rad- und Gehweg konnte dank der Reduzierung der Fahrbahnbreite auf 3,50 Meter verwirklicht werden. Der Gehweg auf der Ostseite ist in seiner ursprüngliche Breite wiederhergestellt und neu gepflastert worden. „Durch die Verschmälerung der Fahrbahnbreite für Autos und Busse versuchen wir bewusst, den Verkehr in unserer Stadt neu zu ordnen“, erklärt Pöltl den verkehrlichen Ansatz. 
Im Herbst pflanzen die Stadtgärtner dann noch Bäume ein, wodurch die Straße optisch noch einmal hinzugewinnen wird.

Aktuelle Verkehrsführung der Clementine-Bassermann-Straße bleibt dauerhaft erhalten

Die Clementine-Bassermann-Straße, die seit dem fünften Bauabschnitt zur umgedrehten Einbahnstraße wurde, bleibt auch nach dem Ende der Baumaßnahme weiterhin von der Karlsruher Straße aus in Richtung Friedrichstraße befahrbar. Diese Änderung in der Straßenführung hat sich bewährt und wird von den dortigen Anwohnern/innen begrüßt. 

Bei den Tiefbaumaßnahmen nutzten die Stadtwerke Synergien

Neben der optischen Neugestaltung wurde auch viel in den Untergrund der Straße investiert. Hier arbeitete die Stadt eng mit den Stadtwerken zusammen, um Synergien zu nutzen. Denn wie auch die Stadtwerke musste die Stadt für das Verlegen eines neuen Hauptsammelkanals unter die Erde. Der neue Kanal ist breiter, so dass er bei einem Starkregenereignis mehr Wasser aufnehmen kann. Zudem ist er eiförmig, damit auch bei wenig Wasserstand das Wasser immer in Bewegung bleibt und sich – gerade im Hochsommer – keine unangenehmen Kanalisationsgerüche bilden. Auch Leerrohre als Vorbereitung für schnelles Internet wurden verlegt. Die Stadtwerke erneuerten in diesem Zug die Gashauptleitung und Gashausanschlüsse. Diese Arbeiten an der Infrastruktur sind zwar hinterher weitgehend unsichtbar, aber kostenintensiv. Dank der umfangreichen Sanierungen im Tiefbau wird die Karlsruher Straße jetzt für viele Jahre Ruhe haben, sind sich die Bauherren einig. 

Beginn der Baustelle fiel mit der Corona-Pandemie zusammen

Zumindest auf die Dauer der Baustelle wirkte sich die Corona-Pandemie positiv aus. Dank des Lockdowns und des geringeren Verkehrsaufkommens konnte die Baufirma schnell und ungestört arbeiten. Andererseits konnten die angedachten Baustellenführungen für Interessierte und Pressevertreter/innen nicht im gewünschten Ausmaß stattfinden. Dennoch war die Stadt während der gesamten Bauphase zu allen Fragen und Wünschen der Anwohner/innen und der Geschäftsleute erreichbar.  Die Stadt dankt allen Betroffenen für ihre Geduld und Kooperation während der Baumaßnahme und wünscht allen Anlieger/innen und Verkehrsteilnehmer/innen viel Freude an der neugestalteten Straße.

Großbaustelle Karlsruher Straße ist beendet

Es ist vollbracht! Die Großbaustelle zur Sanierung der Karlsruher Straße ist beendet. Ab sofort heißt es wieder freie Fahrt vom Schlossplatz aus bis zur Einmündung in die Zähringerstraße